Kinder am See

 
Kapazität:
Familie mit 2 Plätzen

Leistungsart:
Vollstationäre Betreuung
von Kindern und Jugendlichen in professioneller familialer Lebensgemeinschaft

Zielgruppe:
Kinder im Alter bis zu 10 Jahren (Aufnahmealter), die langfristig eine alternative Lebensform zur Herkunftsfamilie und eine intensive und überschaubare pädagogische Begleitung in einem kleinen, kontinuierlichen Rahmen benötigen.

Erziehungsstellen

Erziehungsstellen sind kleine, überschaubare Familieneinheiten, ohne räumliche Anbindung an das Kinderdorf, die den Kindern ein hohes Maß an Emotionalität, Beziehung und Orientierung bieten.

Stabiler, familiärer Lebensraum

Die Familien betreuen jeweils 1 bis 2 Kinder langfristig im eigenen Haushalt und bieten Geborgenheit, Förderung und nachholende Erziehung im Rahmen einer Kleinfamilie. Für die Kinder besteht ein stabiler und familiärer Lebensraum, der kontinuierliche und verlässliche Beziehungsangebote sicherstellt.

Erzieherin mit Kind   Familie
Die Kleinfamilie bietet den Kindern und Jugendlichen
einen optimalen Lebensraum.

Professionelle Pflegefamilien

Erziehungsstellen sind als Außenstellen Bestandteil des Kinder- und Jugenddorfs, leben aber eigenständig in einem nicht institutionalisierten Umfeld. Sie arbeiten eng mit der Stammeinrichtung zusammen und werden durch regelmäßige Fachberatung und/oder Supervision unterstützt.

Hier werden Kinder aufgenommen, die auf Grund ihrer Problematik einen sehr kleinen, überschaubaren Bezugsrahmen brauchen. Gleichzeitig sind diese Kinder zumeist sehr erziehungsintensiv oder das familiäre Umfeld der Heranwachsenden ist so problembeladen, dass eine nichtprofessionelle Pflegefamilie mit der Betreuung überfordert wäre.

Normalität im Alltag

Die Kinder sind im sozialen Umfeld der Erziehungsstellenfamilie integriert und erleben Freundschaften und verwandtschaftliche Bezüge zwischen verschiedenen Generationen. Die Normalisierung der Alltagsvollzüge geschieht durch die alltäglichen Notwendigkeiten des Zusammenlebens und wird durch die hohe Autonomie der Familien gesichert. Gelebte Nachbarschaft und Teilnahme am Gemeinwesen durch Vereine, Veranstaltungen, Schule, Kindergarten etc. der gesamten Erziehungsstellenfamilie sind selbstverständlich und stärken bzw. entwickeln die sozialen Fähigkeiten der Kinder.

Diese Lebensbedingungen ermöglichen den Kindern traumatische Erfahrungen aufzuarbeiten, neue Beziehungsmuster zwischen Eltern, Kindern und Geschwistern zu erlernen und tragfähige Beziehungen zu entwickeln.

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